Wie der Tanz nach Bremen kam

Noch unter Reinhild Hoffmann hieß die Tanzsparte am Theater der Stadt »Bremer Ballett« – dabei hatte vor ihr bereits Johan Kresnik (1968-1978) und mit ihr zusammen Gerhard Bohner (1978-1981) Tanztheater gemacht. Es war Zeit für eine Namensänderung: Das Bremer Tanztheater wurde mit Reinhild Hoffmann (1978-1986) zu einem weltweit bekannten Begriff. Einladungen für Gastspiele gab es aus allen Himmelrichtungen.

Ihr folgten Heidrun Vielhauer und Rotraut de Neve (1986-1989), abgelöst nochmals von Johan Kresnik (1989-1994), bevor Susanne Linke (1994-2000) und Urs Dietrich (1994-2007) die Leitung übernahmen. Dann stand die gemeinsam mit dem Oldenburgischen Staatstheater organisierte Tanzcompagnie Nordwest (2007-2012) auf dem Spielplan, bevor Samir Akika (2012) Chefchoreograph in Bremen wurde.


Reinhild Hoffmann

Als Tanzstudentin an der Folkwang-Schule in Essen erlebte Reinhild Hoffmann Kurt Jooss noch als Lehrer und Leiter der Tanzabteilung. Nach ihrem Studium erhielt sie ein Engagement als Tänzerin bei Johann Kresnik am Theater Bremen. Sie erhielt ein Stipendium für Choreografie, begann 1974 ihre eigene choreografische Tätigkeit und leitete ab 1975 zusammen mit Susanne Linke das Folkwang Tanzstudio als Nachfolger von Kurt Jooss und Pina Bausch. 1977 vertiefte sie ihr Choreografiestudium in New York. Hoffmann war Leiterin des Bremer Tanztheaters von 1978 bis 1986 und des Tanztheaters am Schauspiel Bochum im Anschluss bis 1995. Seit 1995 arbeitet sie freischaffend als Choreografin und Regisseurin für das Musiktheater.


Marcus Behrens

Marcus Behrens arbeitet seit mehr als 30 Jahren für Radio Bremen, arte und die ARD. Nach den Anfängen im Schülerradio der Hansawelle (heute Bremen Eins) gehörte er seit dem Sendestart von Bremen Vier im Dezember 1986 zu Deutschlands damals erstem öffentlich-rechtlichen Rockradio. Neben dem Herz für die Kultur, mit dem Behrens vermutlich schon zur Welt gekommen ist gehörte das aktuelle politische Weltgeschehen schon immer zu seinen großen Interessen. In den ersten zehn Jahren beim Hörfunk war der deshalb nicht nur Moderator und Reporter, sondern auch Redakteur für Aktuelles und für Nachrichten. Aus regelmäßigen Live-Konzerten im Sendesaal wurde die Fernsehsendung „Absolut Live“, die ihm wiederum die Tür zu arte öffnete: Behrens war verantwortlich für die Pilotsendung des Magazins „Tracks“, die im Januar 1997 gezeigt wurde. Neben Tracks widmete sich der Regisseur und Autor dann in den folgenden Jahren auch anderen Kulturthemen für das Fernsehen bevor im Jahre 2001 das Kapitel „Tanzfilme“ aufgeschlagen werden konnte – ebenfalls für arte. Nach zehn Jahren Film und Fernsehen folgte Behrens 2007 dem zeitgemäßen Ruf aus dem Bereich Online bei Radio Bremen – wieder mit Schwerpunkt Nachrichten. Dort arbeitet er seither vor allem und ist – nach wie vor und wieder – auch für Nachrichten und Theaterkritiken im Hörfunk sowie für multimediale Projekte zuständig.

Interview mit Marcus Behrens

Marcus, du hast selbst nie getanzt, trotzdem hat Dich der Tanz nie losgelassen – warum?
Es war eine Vorstellung von »Erwartung/Pierrot Lunaire« von Reinhild Hoffmann im Theater am Goetheplatz im Frühjahr 1982 in der ich zum ersten Mal Tanz und Theater auf einer Bühne sah – und sogar noch etwas Oper dazu. Da ich in den Jahren davor bereits in diversen Schauspielaufführungen im Theater am Goetheplatz, in den Kammerspielen in der Böttcherstraße und im Concordia war und mein damaliger Musiklehrer in der Schule ausschließlich Opern im Kopf hatte – er sang im Extrachor des Bremer Theaters – brauchte ich eine Abwechslung! Seither war ich dem Tanz verfallen – es war wirklich Liebe auf den ersten Blick – und ich bin dem Schauspiel treu geblieben. Musiktheater ist nicht meine Welt.

Trotzdem spielte das Tanztheater noch eine ganze Zeit lang nur in Deiner Freizeit eine Rolle…
Nach diesem ersten Abend habe ich eini9ge Jahre lang fast jede Choreographie hier in Bremen gesehen – im Theater am Goetheplatz und vor allem auch im Concordia. Als dann im Rahmen des Festivals »Bremer Tanzherbst« auch internationale Gastspiele in der Stadt zu sehen waren, erweiterten sich mein Tanz-Horizont und mein Interesse für Tanz binnen einer Woche um ein Vielfaches.

Wann hast Du angefangen, Tanz mit in Deine Arbeit aufzunehmen?
Als ich angefangen habe, für Radio Bremen zu arbeiten, ging in noch zur Schule; ich habe es geschafft, Abitur zu machen und auch Zivildienst zu leisten, ohne beim Radio wieder aufzuhören… und dort hatte ich zwei Standbeine: Das eine war die Musik und das andere waren die Nachrichten. Tanz und Theater gab es eigentlich nur in meiner Freizeit. Ohne jetzt zu weit auszuholen – Ende 1996 bekam ich die Möglichkeit mir ein Konzept für einen neuen Sendeplatz auf arte auszudenken. Ich hatte so was noch nie gemacht und Radio war meine Welt. Aber wenige Wochen später stand ich mit einem Kamerateam in den Straßen von Dublin und habe die Pilotfolge für »Tracks« produziert. Meine Vision von »Tracks« war damals ein Magazin voll junger Kultur aus Europa. Es dauerte nicht mehr lange, bis Tanz, Film und Fernsehen zusammengehörten.

Und dann?
Das bereits erwähnte Bremer Tanzfestival bildete mir für eine kurze Zeit noch die Brücke zum weltweiten Tanzgeschehen – und Rui Horta’s »S.O.A.P. Dance Theatre«, von dem ich bis dahin nur gehört hatte, wollte ich mir 1997 nicht entgehen lassen… »Khora« hieß das Stück – und es war der Anfang einer gar nicht so kurzen Begegnung mit dem portugiesischen Choreographen, der 1998 das Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt verlassen musste. Es hat sehr lange gedauert, Rui Horta davon zu überzeugen, einen Fernsehbeitrag für »Tracks« machen zu dürfen. Er hatte zuvor mit dem ZDF nicht so tolle Erfahrungen gemacht. Aber er gab mir eine Chance – und was dabei herauskam, gefiel auch ihm so gut, dass ich um Abschied aus Frankfurt eine Fernsehdokumentation für arte über sein Tanztheater machte – »S.O.A.P. – Jedes Ende ist ein neuer Anfang« und mit ihm zusammen den Kurzfilm »UnderGround«… und dann auch zusammen mit Rui Horta unseren ersten Tanzfilm »Rugas«, verrückter Weise wieder für das ZDF und für arte.

Damit hattest Du also eine Basis in diesem Bereich. Trotzdem ist es nicht alltäglich, dass man die Gelegenheit hat, so viele Tanzfilme in so kurzer Zeit zu machen, oder?
Nach gut drei Jahren »Tracks« und ein paar anderen Produktionen, fragte arte mich, ob ich einen weiteren neuen Sendeplatz mit anschieben – und auch mit betreuen würde: Es ging um Tanz in all seinen Formen und Farben – am Sonntagabend um 20:15 Uhr.

Also zu der Zeit, in der in Deutschland alle »Tatort« schauen…
Genau. Aber es gab diesen Sendeplatz mehr als fünf Jahre und in dieser Zeit habe ich die Gelegenheit genutzt, mit Choreographinnen und Choreographen zusammen Tanz für die Kamera zu inszenieren; aber ich habe auch Tanz auf der Bühne gefilmt und experimentelle Videos gemacht. In der ARD vertraute man mir bei diesem Thema und bei Radio Bremen auch und so lebte und arbeitete ich mehr als ein halbes Jahrzehnt in einem Tanz-Film-Paradies.

Und das Ergebnis sind mehr als 20 weitere Tanzfilme, Dokumentationen und Videos. Vielen Dank für das Gespräch.

Foto: © Marissa Kimmel/Radio Bremen

Programm­punkte auf dem Dritten Filmfest Bremen

PINA – TANZT, TANZT SONST SIND WIR VERLOREN

Samstag, 23. September 2017, 15.00 Uhr, Großes Haus (Schauburg)

Regie: Wim Wenders

Da er mit Pina Bausch keinen Film mehr machen konnte, entschied sich Wim Wenders, einen Film für Pina Bausch zu machen. Das sagte er unter anderem in einem Interview mit dem National Public Radio (NPR) in den USA. Tanz war nie etwas für ihn gewesen, so Wenders weiter. Als er zum ersten Mal ein Stück von Pina Bausch sah, passierte das nur, weil seine Freundin ihn ins Theater gezerrt hatte, so Wenders. Das war 1985. Nach den ersten fünf Minuten habe er auf der Kante seines Sitzes gesessen und war wie vom Blitz getroffen, erinnert sich Wenders. Die Choreographie von Bausch habe ihm in 40 Minuten mehr über Männer und Frauen gezeigt, als die gesamte Filmgeschichte. Am Tag darauf traf er Pina Bausch und die Idee für einen Film lag in der Luft. Es dauerte dann aber mehr als 20 Jahre, bis dieser Traum Wirklichkeit werden sollte – und dann starb Pina Bausch völlig unerwartet für alle. Die erste Reaktion war, die Pläne nicht umzusetzen. Aber dann überzeugten die Tänzerinnen und Tänzer von Pina Bausch dem Filmregisseur, dass dieser Film die beste Möglichkeit wäre, das, was Pina Bausch geschaffen hat, für viele weitere Generationen zu erhalten. Noch waren die Choreographien frisch einstudiert und die große Choreographin in ihnen lebendig.

Quelle: NPR Weekend Edition vom 14. Januar 2012, Autor des Originalbeitrags: Pat Dowell


LILJA

Samstag, 23. September 2017, 14.00 Uhr, Großes Haus (Schauburg)

Ein Tanzfilm von Radio Bremen in Zusammenarbeit mit dem Tanzhaus NRW für arte © 2002
Choreographie: Samir Akika
Kamera: Carsten Schmidt
Regie: Marcus Behrens

Der Kontakt zum Bremer Tanz-Ensemble von Urs Dietrich brachte Behrens während der Produktion der Dokumentation »Figures Libres (Bewegte Spuren)« auch in der Freizeit mit Tänzerinnen und Tänzern in Bremen zusammen und diese bestanden darauf, dass er sich das Gastspiel von Samir Akika beim Festival »Tanz Bremen« im Jahre 2002 anschaute – es war Akikas erster Auftritt in Bremen und für Behrens war an diesem Abend klar, dass er daraus einen Film machen wollte. »Lilja« war am Tanzhaus NRW in Düsseldorf entstanden und dorthin brachte er es für den Film zurück – aber nicht nur auf die Bühne, sondern auch an reale Schauplätze in der Stadt. Damals wusste niemand, dass sich die Wege der Beiden 15 Jahre später nochmals in Bremen kreuzen würden.


AFRO SOCIALITE LIFE DIVA

Sonntag, 24. September 2017, 15.00 Uhr, Großes Haus (Schauburg)

Ein Tanzfilm von Radio Bremen in Zusammenarbeit mit der Cynthia Oliver Company für arte © 2005
Choreographie: Cynthia Oliver
Originalmusik: Jason Finkelman
Kamera: Joe Edwards
Regie: Marcus Behrens

An einem späten Nachmittag des frühen Jahres 2003 lief Behrens durch die nassen Straßen von New York City und schaute sich die Aushänge am dtw – dem Dance Theatre Workshop – in Lower Manhattan an: die Vorstellung AFROSOCIALITELIFEDIVA wurde dort angekündigt – von und mit Cynthia Oliver. Der Name sagte Behrens damals nichts, aber die Fotos machten ihn neugierig. Leider war die Premiere erst nach dem gebuchten Rückflug nach Europa. Es dauerte noch mehr als ein Jahr, bis Behrens und Oliver sich zum ersten Mal trafen und der Regisseur aus Bremen die Choreographie zum ersten Mal sah – auf Video – aber sein Instinkt war richtig: AFROSOCIALITELIFEDIVA war wirklich großartig! Zusammen mit Cynthia Oliver, ihrem Mann und Komponisten Jason Finkelman sowie Joe Edwards als fotografischem Direktor und den Tänzerinnen, die auch in New York auf der Bühne standen, verlagerten sie die Geschichte im Herbst 2004 in die Gegend von Champaign-Urbana, einer kleinen Stadt einige Stunden südlich von Chicago, wo Cynthia Oliver inzwischen einen Job an der University of Illinois hatte. AFROSOCIALITELIFEDIVA dreht sich um Erinnerungen an die Kindheit und Jugend auf den US Virgin Islands in der Karibik und später dann auch an der US-Ostküste. Oliver und Behrens arbeiteten einige Jahre später nochmals zusammen, für die Bühnenproduktion RIGIDIGIDIM DE BAMBA DE: RUPTURED CALYPSO, die sich mit der Calypso-Kultur der Karibik auseinander setzt. Für diese Show gestaltete Behrens das Bühnenbild in Form einer Videoinstallation.


VON DER FREIHEIT EINES THEATERMENSCHEN

Samstag, 23. September 2017, 18.30 Uhr, NOON (Theater Bremen)

Fernsehdokumentation über Kurt Hübner von Radio Bremen für 3sat
Idee & Realisation: Marcus Behrens
Redaktion: Gerhard Widmer

In der Ära Hübner war Behrens noch zu jung, um ins Theater zu gehen – als Kurt Hübner Bremen 1973 verließ, war er gerade mal 5 Jahre alt. Aber der Name sollte ihn auf seinem Weg durchs Theater begleiten. Und so freute er sich besonders, als er zu seinem 85. Geburtstag im Jahre 2001 eine Dokumentation zusammenstellen durfte, für die er nicht nur Hübner selbst – sondern auch viele seiner Entdeckungen und Weggefährten für Interviews treffen konnte: Peter Zadek, Bruno Ganz, Wilfried Minks, Burkhard Mauer, Peter Stein, Hannelore Hoger, Wilhelm Wieben… Sie alle konnten sich lebhaft an ihre Zeit mit Hübner erinnern – vom Vorsprechen am Krankenbett bis zu Hübners Wutausbrüchen im Büro. Die Talente, die Hübner in seiner Bremer Zeit auf die Bühne stellte, sollten jahrzehntelang die Theaterlandschaft in Deutschland prägen – einige tun es heute noch: Als Schauspieler und Regisseure, als Bühnenbildner und Intendanten.


FIGURES LIBRES (Bewegte Spuren)

Samstag, 23. September 2017, 17.30 Uhr, NOON (Theater Bremen)

Dokumentarfilm über das Bremer Tanztheater von Radio Bremen für arte
Idee & Realisation: Marcus Behrens
Redaktion: Gerhard Widmer

Es ist sicher nicht der einzige Film über das Bremer Tanztheater – aber es ein persönlicher Film über das Tanztheater in Bremen – eine Bilanz und ein Dankeschön nach 20 Spielzeiten, die Marcus Behrens bewusst erlebt hatte – und der Film entstand zu einer Zeit, als endgültig überall alles möglich war und die letzten Grenzen auf den Bühnen gefallen waren. Bremen war über Jahrzehnte hinweg eine der beiden Säulen des Tanztheaters in Deutschland, die andere stand in Wuppertal und hieß Pina Bausch. Das, was in Bremen möglich war, öffnete Türen überall in der Welt. Und von überall in der Welt kamen die Tänzerinnen und Tänzern nach Bremen – oft über die Folkwang-Ausbildung in Essen, aber auch auf anderen Wegen – denn sie wollten kreativ sein können und frei. Das war – und ist in Bremen möglich.


SOLA und VEGETABLE

Samstag, 23. September 2017, 19.30 Uhr, NOON (Theater Bremen)

Tanzstücke von Magali Sander Fett
Gefilmt für eine lange Tanznacht im Norddeutschen Fernsehen

Magali Sander Fett kam aus Brasilien zur Folkwang Schule nach Essen und von dort zum Bremer Tanztheater von Susanne Linke. Sie blieb auch im Ensemble von Urs Dietrich und arbeit seither als freischaffende Tänzerin und Choreographin in Bremen.

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