Wettbewerb

Preise &
Preisträger 2018

Bester Langfilm im Bereich Humor/Satire:
»Dad is Pretty«

von Park Soo-Min
Jurypreis »Goldener Mops«, Internationaler Wettbewerb, dotiert mit 1.000 EUR, präsentiert von Kinescope Film
 

Beste Innovation:
»#selfie«

von David Lorenz
Jurypreis, Internationaler Wettbewerb, dotiert mit 1.000 EUR, präsentiert von der Bremer Landesmedienanstalt
 

Bester Bremer Film:
»#wannadie«

von Anja Badeck
Publikumspreis, dotiert mit 1.000 EUR, ermöglicht durch Die Sparkasse Bremen
 

Bester Kurzfilm Live-Action im Bereich Humor/Satire:
»WHITE«

von David Moya
Jurypreis, dotiert mit 250 EUR, präsentiert von Kinescope Film
 

Bester Kurzfilm Animation im Bereich Humor/Satire:
»Roar«

von Owley Samter & Ramón Arango
Jurypreis, dotiert mit 250 EUR, präsentiert von Kinescope Film
 

Spezialpreis der Jurys:
»The Drummer and the Keeper«

von Nick Kelly
Jurypreis, dotiert mit 500 EUR, präsentiert von Kinescope Film
 

Sonderpreis (Innovation):
»Geschichten aus Jerusalem«

von Dani Levy

Jury Internationaler Wettbewerb Humor/Satire

Beatrix Schwehm
Beatrix Schwehm
Dokumentarfilmregisseurin

Seit vielen Jahren als Dokumentarfilmerin und Produzentin in Bremen tätig; Auszeichnungen u. a. »Adolf-Grimme-Preis« sowie der Hauptpreis des »Internationalen Dokumentarfilm Festivals Palermo«; lehrte als freiberufliche Dozentin an der HFF in München, der HfbK in Hamburg, der HCU und der Universität in Hamburg, u. a. im Fachbereich Stadtanthropologie und Ethnologie.
 

Wo hört der Spaß auf?
Schwere Frage! Das gilt es immer wieder auszuloten.

Worüber lachen Sie?
Schon früh über die Witze meiner älteren Brüder. Ich kann mich erinnern, dass ich als Vierjährige mit einem Lachkrampf auf unserem Wohnzimmerteppich lag. Sie hatten mich mit einer selbstgebauten Marionette durch die Wohnung begleitet. Humor war eine wichtige Überlebensstrategie innerhalb unserer Familie. 

Über welchen Film haben Sie zuletzt gelacht?
An manchen Stellen im neuen Film von Andreas Dresen GUNDERMANN. Ein wunderbarer Film, der ab und an ein Schmunzeln erlaubt, wenn der widerspenstige Eigensinn Gundermanns aufkeimt. 

Drei Worte zu Bremen?
Stadt, Land, Fluss

Marie Noëlle
Marie Noëlle Sehr
Regisseurin und Produzentin

Seit 1982 als Drehbuchautorin, Schriftstellerin und Regisseurin tätig; 1995 Drehbuch-Debüt mit dem Film ICH ERZÄHLE MIR EINEN MANN, bei dem sie auch Regie führte und der für den Max-Ophüls-Preis nominiert wurde; diverse Dokumentarfilme für arte und den Bayerischen Rundfunk; Drehbuch und Regie u. a. bei DIE FRAU DES ANARCHISTEN (2007/08), LUDWIG II. (2011/12, Ko-Autorin mit Peter Sehr), MARIE CURIE (2016).
 

Wo hört der Spaß auf?
Ich habe schon darüber gelacht, dass ausgerechnet diese Frage die erste sein muss! Denn: Warum gleich mit dem »Ende des Spaßes« anfangen? Aber natürlich hört der Spaß auf, wenn man sich auf Kosten anderer lustig macht.

Worüber lachen Sie?
Ich lache über die Absurdität des Alltags und die vielen skurilen Situationen des Lebens… Und ich lache über Witze, die kein Mensch versteht!

Über welchen Film haben Sie zuletzt gelacht?
FACK JU GÖHTE 3… wie so viele andere! Ansonsten warte ich auf den neuen JOHNNY ENGLISH (für den Herbst angesagt).

Drei Worte zu Bremen?
Freie Hansestadt/Roland als »Freiheitsstatue Bremens« (ich kannte nur der »Chevalier Roland«, der die Sarrazene bei Roncevaux zerschlug) … und (wenn es sein muss!): Stadtmusikanten

Douglas Welbat
Douglas Welbat
Produzent

Wo hört der Spaß auf?
Wenn er nicht frei macht, enttabuisiert und Horizonte erweitert. 

Worüber lachen Sie?
Wenn mich etwas überrascht, das ich eigentlich hätte erwarten können, aber so nie erwartet hätte.

Über welchen Film haben Sie zuletzt gelacht?
Killer’s Bodyguard

Drei Worte zu Bremen?
Hamburgs kleiner Bruder.

Jury Internationaler Innovationspreis

Christof Amrhein
Christof Amrhein
Hochschule Mittweida

Jahrgang 1973; Ingenieurs-Studium der Medientechnik in Mittweida und Sevilla; Redakteur und Autor für verschiedenste TV-Formate innerhalb der ARD; Berater für die Etablierung von Visual Radio bei MDR Sputnik-Transformation der Radiowelle in eine plattformübergreifende Jugendmarke; Regisseur der Konzertreihe MDR Sputnik in Concert; geschäftsführender Gesellschafter einer Kreativagentur u. a. für Augmented und Mixed Realty; 2013 Ruf an die Hochschule Mittweida an den Lehrstuhl für Medienübergreifende Bewegtbildproduktion; Forschungsgebiete unter anderem: Immersive Journalism, 360°-Video und Bewegtbildformate auf Social Media-Plattformen.
 

Was ist Innovation für Sie?
Innovation ist für mich, wenn alltägliche, erlernte komplexe Prozesse oder Aufgaben plötzlich ganz einfach oder super schnell lösbar sind. Dies geschieht meist durch neue Technologie oder deren Verknüpfung oder Transformation in andere Welten. Voraussetzung für Innovation ist die Freiheit und der Mut zum Querdenken. Dabei sollte Innovation immer einen Mehrwert haben und Freude bereiten. Meine 3 Wow-Momente in diesem Jahr: Spatial-Audio, Nabenlose Fahrradschaltung und die »lebendigen« Fotos der neuen iPhone Kamera.

Wie erzählen bzw. schauen wir in Zukunft Geschichten?
Geschichten werden noch viel stärker visualisiert und animiert werden und das auf allen Plattformen. Besonders bei VR/360 stehen wir hier noch ganz am Anfang. Immersives Storytelling hat eine unheimliche Kraft.

Welches narrative Format wird sich durchsetzen?
Wir werden noch mehr Vielfalt erleben, durch die steigende Anzahl von Plattformen, auf denen wir in Zukunft Medien und Geschichten konsumieren. Spannend finde ich derzeit der Ansatz des Constructive Journalism. Eine Chance, die nicht nur die Öffentlich-Rechtlichen nutzen sollten.

Drei Worte zu Bremen?
– Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs
– Mit Omsi2 durch Bremen-Nord
– Antikolonialdenkmal (Elefant aus Backstein)

Nicole Ankelmann
Nicole Ankelmann
RTL II News

Jahrgang 1971; Studium der Film- und Fernsehwissenschaften in Bochum; seit 2000 freie Journalistin, Redakteurin und Autorin für Musik, Lifestyle und Entertainment für verschiedene Medien in Print, TV und Online; seit 2014 als Nachrichtenredakteurin bei den RTL II News.
 

Was ist Innovation für Sie?
Es geht darum, sich etwas zu trauen und mit viel Leidenschaft für seine Idee zu kämpfen, möge sie allen anderen auch noch so verrückt erscheinen. Steve Jobs und Bill Gates wurden zu Beginn auch nicht von jedem ernst genommen, und heute können wir uns eine Welt ohne ihre Errungenschaften nicht einmal mehr vorstellen.

Wie erzählen bzw. schauen wir in Zukunft Geschichten?
Dank VR und AR wird das Bewegtbild zukünftig immer realer. Was im Games-Bereich bereits gut funktioniert, ist auch für rein filmische Umsetzungen in größerem Stil denkbar.

Welches narrative Format wird sich durchsetzen?
Nach wie vor und auch zukünftig kommt es vor allem darauf an, starke Charaktere und spannende Konflikte zu erzählen. Dabei ist das narrative Format erstmal egal und ohnehin einem ständigen Wandel unterlegen. Ich schätze, es wird zukünftig interaktiver zugehen, als es bisher noch der Fall ist. Weg vom passiven Zuschauen und hin zum aktiven Mitmachen.

Drei Worte zu Bremen?
Esel, Hund, Katze...

Jochen Coldewey
Jochen Coldewey
nordmedia

Jahrgang 1956, geboren in Westerstede; Studium an der Universität Osnabrück, Kunst- und Medienwissenschaft (MA); Aufbau und Vorstandssprecher beim European Media Art Festival Osnabrück und Film- und Medienbüro Niedersachsen; stellv. Leiter der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen; Film-Beirat des Goethe Instituts; Vortragsreisen und Publikationen für Goethe-Institute weltweit; Referent (Film, Medien, Soziokultur) im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur; Aufbau der Filmförderung in Niedersachsen; Geschäftsstelle des Filmausschusses der Länder (FAL), Regierungsdirektor (RD) in der Niedersächsischen Staatskanzlei, dort u.a. mit dem Aufbau der nordmedia befasst; seit 2001 tätig bei der nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH als Bereichsleiter Förderung und Prokurist; Mitglied Auswahlausschuss Talentfilm beim Kuratorium Junger Deutscher Film.
 

Was ist Innovation für Sie?
Ein Smartphone mit Flaschenöffner und Anti-Wespen-App.   

Wie erzählen bzw. schauen wir in Zukunft Geschichten?
In drei bis fünf Akten pro Folge über mehrere Staffeln mit hohem Crossmedia Anteil, möglichst im Binge-Watching-Modus.    

Welches narrative Format wird sich durchsetzen?
Netflix-, Amazon- und Kinescope-Serien, Tatort, Buten un Binnen, 3nach9, Kroymann, Rabiat, Kliemannsland, Bremen Next- TV , Cosmo- TV, Games- und  und e-sport-TV

Drei Worte zu Bremen?
innovativ, zukunftsfähig, durchsetzungsstark

Teilnahme­bedingungen & Einreichnung

Einsendeschluss für Sichtungskopien: 31. Mai 2018

Die Filmeinreichung ist gebührenfrei und erfolgt ausschließlich über die Festivalserver reelport.com und filmfreeway.com. Der Eingang der Einreichung wird über diese Server elektronisch bestätigt. Sollte der Film für das Programm ausgewählt werden, bezahlt das Filmfest Bremen keine Filmmiete.

Zulässig sind Filme, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Produktionsjahr: 2017/2018
  • Vorführformate: Digitale Kinokopie DCP, 35mm, Blu-ray, ProRes (Ausnahmen sind u. a. bei spezifischen Webproduktionen möglich)
  • Fassung: deutsche Originalfassung oder OmU (Original mit deutschen Untertiteln)

Es werden ausschließlich vollständige Online-Filmeinreichungen über die Festivalserver www.reelport.com und filmfreeway.com akzeptiert. Jede Einreichung nimmt automatisch am Wettbewerb um die oben genannten Preise in den zutreffenden Kategorien teil.

Neben dem Film sind dem Filmfest Bremen zwei Filmstills (mind. 1920x1080 px), eine Kurzsynopsis sowie ein Foto und eine Kurzbiographie des Regisseurs/der Regisseurin zur Verfügung zu stellen, die für das Programmheft sowie die Pressearbeit im Rahmen des Filmfest Bremen verwendet werden dürfen.

Auswahlverfahren
Eine Vorauswahlkommission wählt die eingereichten Filme unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus und stellt das Programm zusammen. Dabei werden alle Einreichungen von mindestens zwei unabhängigen Personen gesichtet. Es bestehen keine rechtlichen Ansprüche auf eine Teilnahme am Festival. Die Vorauswahlkommission nominiert zudem bis zu sechs Produktionen aus dem Programm für den Innovationspreis.

Benachrichtigung und Vorführkopie
Alle Einsender erhalten Anfang August 2018 per E-Mail eine Zu- oder Absage. Von telefonischen und schriftlichen Nachfragen bitten wir abzusehen. Jeder Einreicher ist verpflichtet, dem Filmfest Bremen eine Vorführkopie zur Verfügung zu stellen, falls der entsprechende Film ausgewählt wird. Die Vorführkopie muss spätestens bis zum 12. September 2018 beim Festival eintreffen. Jede Vorführkopie muss deutsch oder ggf. englisch untertitelt sein, falls die Originalfassung nicht in deutscher Sprache vorliegt.

Nutzungsrechte
Die Rechteinhaber stimmen mit der Einreichung beim Filmfest Bremen der öffentlichen Aufführung ihres Films im Rahmen des Festivals automatisch zu. Darüber hinaus erhält das Filmfest Bremen das Recht zur angemessenen kostenlosen Verwendung von Stills, Trailern und Filmausschnitten zum Zwecke der Festivalpromotion.

Filmversand
Die Kosten für den Versand der Vorführkopie zum Filmfest Bremen trägt der Einsender. Die Kosten für den Rückversand übernimmt das Filmfest Bremen.