Foto: Felix Müller

Historie.

Entstanden ist die Idee des Filmfests aus der gemeinsamen Arbeit Bremer Filmschaffender. Am Anfang standen Ilona Rieke vom Filmbüro Bremen e.V. sowie Matthias Greving von der Produktionsfirma Kinescope Film. Sie waren sich einig, dass Bremen von der Infrastruktur und dem Zielpublikum her ein idealer Festivalstandort ist und es neben den bereits bestehenden Plattformen zur Vernetzung von Bremer Filmschaffenden auch ein Bremer Filmfest geben muss, das lokalen Produktionen eine angemessene Öffentlichkeit bietet, das die Werke und ihre Macher*innen – mittelfristig auch überregional – in Dialog miteinander bringt und so die Vernetzung der Film- und Medienszene vorantreibt.

Aus diesem Gedanken heraus initiierten sie 2015 das erste Filmfest Bremen. Im CinemaxX am Breitenweg wurden 24 Stunden lang ausschließlich Filme mit Bremenbezug gezeigt.

Es folgten das zweite und dritte Filmfest Bremen, jedes Jahr mit einem Tag mehr Festivalprogramm, einer stetig ansteigenden Anzahl von KLAPPE!-Kurzfilmen und Zuschauer*innen sowie einem Standortwechsel in die Filmkunsttheater, und schließlich – mit dem Vierten Filmfest Bremen – erstmals die internationale Öffnung des Festivalprogramms in den neuen Sektionen »Innovation« und »Humor/Satire«.

Im April 2022 fand das Filmfest Bremen zum siebten Mal statt und wartete mit einer Palette internationaler sowie regionaler Wettbewerbe auf. Das Herzstück bildeten dabei die bundesweit einmaligen Programmsparten „Humor/Satire“ und „Innovation“ mit Filmen aus 38 Ländern, sowie der Wettbewerb um die Publikumspreise für die besten Filme aus Bremen und der Region. Die „Fokus“-Sparte zeigte internationale Produktionen zu einem Themenfeld. 2022 lag der Schwerpunkt auf „Nachhaltigkeit“. 

Zudem gab es 2022 erstmals eine Retrospektive für den Gewinner des „Bremer Filmpreis“, der im Rahmen des Festivals für besondere komödiantische Werke und Leistungen vergeben wird. 2019 ging er an die Regisseurin und Oscarpreisträgerin Caroline Link, 2020 an Hape Kerkeling und 2022 an Aki Kaurismäki. 

Im Bereich Kurzfilm präsentierte das Filmfest Bremen gleich mehrere besondere Formate: Den 48 Stunden Kurzfilmwettbewerb Klappe!, den Schmalfilmwettbewerb „St-8 of the Art“ und das interdisziplinäre Experiment „Super 8 Expanded“ bei dem Stummfilm, Live-Musik, Spoken Word und Performance aufeinander trafen. 

Seit Gründung des Festivals ist es dem Filmfest wichtig, Bremen als Filmstadt und Produktionsstandort sichtbar zu machen, als Netzwerkplattform zu fungieren und Filmschaffende und Publikum gleichermaßen zu begeistern. Das Festival versteht sich als mediales Innovationslabor und Bühne für deutsche und internationale Filmkunst und Unterhaltung. Die Preise werden von jährlich wechselnden Jurys vergeben, in denen in den vergangenen Jahren bereits so unterschiedliche renommierte Filmschaffende wie Milan Peschel, Pola Beck, Petra Nadolny, Burhan Qurbani, Ruth Thoma, Johanna Wokalek oder Sky du Mont saßen.